Als Mangelernährung wird der Zustand bei einer ungenügenden Zufuhr oder Aufnahme von lebenswichtigen Nährstoffen beschrieben. Weniger essen, anders essen, ein veränderter Stoffwechsel oder ein erhöhter Bedarf sind oft Initiatoren einer Mangelernährung.
Eine Krankheit, eine Operation, Bettlägerigkeit oder ein geringer Appetit im Alter schwächen den Körper und führen zu einem Verlust an Körpergewicht und Muskelmasse. Der Körper beginnt die verschiedenen Speicher im Körper zu leeren. Dadurch werden lebenswichtige Funktionen im Körper wie die Immunabwehr oder die Wundheilung beeinträchtigt. Zusätzlich, sofern nicht adressiert, steigt das Risiko für weitere Krankheiten und Komplikationen wie Infektionen, längere Spitalaufenthalte und erhöhte Sterblichkeit.1,2
Die Prävalenz für Mangelernährung ist im Alter erhöht.3 Es empfiehlt sich deshalb speziell für ältere Personen ihren Ernährungszustand gut zu beobachten und gegebenenfalls von einer Fachperson einschätzen zu lassen. Um Folgen und Komplikationen einer Mangelernährung zu minimieren, muss die Mangelernährung in einem ersten Schritt erkannt und behandelt werden.
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Quellen:
1Schuetz, Individualised nutritional support in medical inpatients at nutritional risk: a randomised clinical trial, Lancet (2019) 393:2312–2321 https://doi.org/10.1016/S0140-6736(18)32776-4
2EDI, EEK, Ernährung im Alter: Ein Expertenbericht der Eidgenössischen Ernährungskommission (2018)
3Imoberdorf, Prevalence of undernutrition on admission to Swiss hospitals, Clinical nutrition (2010) 29(1): 38–41 https://doi.org/10.1016/j.clnu.2009.06.005